Das Rennen über 50 km, die Königsdisziplin im Langlauf, stand bei den Frauen zum ersten Mal im Olympiaprogramm. Und mit Nadja Kälin stand bei den Spielen in Milano/Cortina erstmals überhaupt eine Schweizer Langläuferin in einer Einzeldisziplin auf dem Podest. Welch Premiere für die Schweiz, welch Coup für die 25-jährige Engadinerin! Sie gewann die Bronzemedaille – es war nach Silber im Team-Sprint schon ihre zweite Auszeichnung im Val di Fiemme. Nun hat sich Nadja Kälin Abrogans angeschlossen, wir heissen sie herzlich willkommen!
Für viele kam dieser Bronzegewinn am letzten Tag der Olympischen Spiele 2026 überraschend. Doch Nadja Kälin hatte ihr grosses Potenzial schon viel früher unter Beweis gestellt. Nach ihrem Weltcup-Debüt im Dezember 2021 startete sie nur drei Monate später bereits an ihren ersten Olympischen Spielen (in Peking) und brachte ein Staffel-Diplom nach Hause. Eine Silber- und eine Bronzemedaillen an den U23-Weltmeisterschaften waren dann zusätzliche Motivation auf dem Weg an die Spitze. Und als sie vor einem Jahr die WM 2025 in Trondheim mit den Rängen 6 im Skiathlon, 8 über 10 km klassisch und ebenfalls 8 über 50 km abschloss, war klar, dass mit ihr in der Olympiasaison zu rechnen ist.
Nadja Kälin, die in St. Moritz aufgewachsen ist und in Davos lebt, sagt, sie habe an diesen Spielen viel mehr erreicht, als sie sich erträumt habe. Denn: Mit Nadine Fähndrich hatte sie zuvor bereits Silber im Team-Sprint gewonnen, nachdem sie schon glücklich über den 4. Platz im Skiathlon gewesen war. Zu ihrem fulminanten Vorstoss in die Weltspitze gratulieren wir ihr herzlich und freuen uns, sie auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.
Foto: Salvatore Di Nolfi (Keystone)
