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odermatt wiedmer olympia2026Sie brachten grosse Gefühle und Emotionen, die Olympischen Spiele, die für einmal nicht im Fernen Osten, sondern mit Familien, Verwandten und Freunden in Bormio, Cortina und Livigno stattfinden konnten. Unsere Abrogans-Athlet*innen Marco Odermatt, Noémie Wiedmer, Julia Scheib (AUT) und Janine Schmitt bescherten sich und uns viel Spannung, einzigartige Erlebnisse und unvergessliche Momente – sowie drei Medaillen und vier olympische Diplome. Wir sind stolz auf alle und gratulieren ganz herzlich zu den Leistungen! Pirmin Werner wird seine erst noch zeigen.

Marco Odermatt – drei Medaillen, ein Diplom
Mit seinem Mammutprogramm von vier Einsätzen war Marco der vielbeschäftigtste Skifahrer dieser Spiele. Als Olympiasieger im Riesenslalom von Peking ist er angereist, und mit drei weiteren Medaillen in Bormio katapultierte sich der 28-jährige Nidwaldner an die Spitze eines prestigeträchtigen Rankings: jenes der erfolgreichsten Olympia-Skifahrer der Schweiz. Keiner vor ihm gewann viermal Edelmetall an den Spielen, keiner verfügte über seine Vielfalt und seine ungeheure Konstanz. Natürlich hat sich Marco in jedem Rennen das Ziel Gold gesetzt – eine logische eigene Erwartungshaltung in seiner Position als vierfacher Gesamtweltcupsieger. Dass er jedoch mit zwei Silbermedaillen (Riesenslalom, Team-Event mit Loïc Meillard), einmal Bronze (Super-G) und einem 4. Platz mit Diplom in der Abfahrt bei all seinen Renneinsätzen die Spitze prägte, ist Ausdruck seiner immensen Kapazitäten – physisch wie mental.

Und das nach den aufwühlenden und kräftezehrenden Wochen im Januar und den Rennen in Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming, den Weltcup-Highlights, die für Marco ebenso wichtig sind wie Olympische Spiele. Er sagt: «Vielleicht war ich wegen dieses harten Programms nicht ganz bei 100 Prozent, aber das wusste ich schon vorher. Ich habe auch im Weltcup meine Ziele und wollte keine Abstriche machen. Gleichwohl nehme ich drei Medaillen mit nach Hause, das ist doch super!» Nach einer Woche Pause und Erholung ist der Fokus wieder ein anderer: Noch ist im Weltcup alles möglich: der fünfte Gesamtweltcupsieg in Serie (!) und wie in den vergangenen Jahren drei kleine Kristallkugeln.

Noémie Wiedmer – 4. und 6. im Snowboardcross
Verkörperte Marco bei diesen Spielen Routine und Erfahrung, überraschte die erst 18-jährige Snowboardcrosserin Noémie Wiedmer bei ihren ersten Olympischen Spielen in allen Belangen: mit ihrer Frische, ihrer Unbekümmertheit, ihrem Draufgängertum – aber auch mit ihrer Abgeklärtheit. Die Berner Oberländerin aus Oey im Diemtigtal war im wunderbaren Ambiente von Livigno auf bestem Weg zur Sensation – obwohl sie in diesem Jahr noch kein Weltcuprennen bestritten hatte. Im Dezember brach sich die Sieger der Youth Olympic Games von 2024 das Handgelenk, doch das brach nicht ihren Willen und ihre Motivation. Runde um Runde fuhr sie in Livigno ihren Konkurrentinnen davon, «es war crazy, in den drei Wochen zuvor war ich mega nervös, an diesem Tag aber hatte ich alles im Griff», sagte sie nachher. Plötzlich stand die Silbergewinnerin der Junioren-WM 2024 im Final der Besten Vier und katapultierte sich auch dort als erste aus dem Gate. Und führte, bis ein kleiner Fahrfehler sie bremste und letztlich Rang 4 blieb. Wir freuen uns mit ihr über die zwei Diplome und eine verheissungsvolle Zukunft, das zweite gab es im Team-Event mit Kalle Koblet (6.)

Julia Scheib (AUT) – 5. Rang im Riesenslalom
Auf ihr lag der Fokus, sie war die grosse Favoritin im olympischen Riesenslalom der Frauen – natürlich, in diese Position hat sich die 27-jährige Österreicherin aus der Steiermark in dieser Saison mit ihren eindrücklichen Leistungen gehievt: Mit vier Siegen und zwei 2. Plätzen ist Julia Scheib die unangefochtene Leaderin im Weltcup. Doch dass Olympische Spiele oft ihre eigenen Gesetze haben, musste auch sie in Cortina erfahren. Als Elfte hatte sie nach einem engen 1. Lauf zwar nicht mehr als sechs Zehntel Rückstand auf das Podest, aber auch das unangenehme Gefühl für Teil 2 des Rennens, wirklich alles riskieren zu müssen. Julia bewies ihre Klasse und arbeitete sich noch auf Platz 5 vor – immerhin. Und sie weiss genau, der grosse Coup kann ihr Ende Saison dennoch gelingen. Im Weltcup.

Janine Schmitt, 17. in der Abfahrt und viele Erfahrungen gesammelt
Als sie Anfang Januar im Weltcup von Zauchensee Fünfte geworden war, hatte Janine erreicht, wovon sie Anfang Saison allerhöchstens im Entferntesten geträumt hatte: die Olympiaqualifikation. Und Janine lebte diesen Traum, sog alles auf, was es bereits im Vorfeld an Ungewohntem und Olympischem gab und kam in Cortina zu drei Einsätzen. In der Abfahrt, in der Lindsey Vonn so schwer stürzte, wurde Janine 17. und zweitbeste Schweizerin. Schnell erfuhr sie danach, dass sie zusammen mit Mélanie Meillard auch den Super-G und den Team-Wettkampf wird bestreiten dürfen – an Olympischen Spielen ein spezielles Erlebnis (obwohl Meillard im Slalom ausschied). Im Super-G erging es ihr nicht besser: Janine erreichte das Ziel nicht, weiss seit diesen Erlebnissen aber, dass dies nicht ihre letzte Teilnahme gewesen sein soll.

(Foto Wiedmer: Peter Klaunzer/Keystone,
Foto Odermatt: Julia Nikhinson/Keystone)

 

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Michael Schiendorfer
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Managing Director
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