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andrea ellenberger interview2021Die sympathische Hergiswilerin feierte beim Saisonauftakt ein tolles Comeback

Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen nach dem Rennen am Samstag meintest Du, dass Du Dich über die verbockte Ausfahrt beim Steilhang ärgern würdest, in einer Stunde dann aber auf Deine Leistung sicherlich stolz sein würdest. Wie ist nun Dein Gemütszustand?

Es sind nun ja einige Tage vergangen, entsprechend platze ich fast vor Stolz über meine Leistung (lacht). Im Ernst: Ich wollte am Start einfach mit möglichst viel Freude, dieses Rennen bestreiten, ohne dass ich dabei eine Punktezahl oder ein bestimmtes Resultat vor Augen hatte. Mit dem Start und dem Comeback in Sölden hatte ich mein wichtigstes Ziel der vergangenen Monate bereits erreicht. Dass ich dann noch in die Punkte fahren konnte und im Ziel von vielen Menschen empfangen wurde, die mir nahestehen und mich in den vergangenen Monaten auf diesem beschwerlichen und langen Weg zurück in den Weltcup unterstützt haben, war dann ein zusätzlicher Höhepunkt. 

Wie hast Du Dich vor und während dem Rennen in Sölden gefühlt?

Als ich dann tatsächlich im Bus Richtung Sölden sass, gingen mir noch einmal die vergangenen Monate durch den Kopf. Es war ja noch nicht sicher, dass ich in Sölden starten würde. Ich habe mich erst kurzfristig dazu entschieden. Auch wenn alle Fahrerinnen vor dem Saisonstart vielleicht ein wenig nervöser als sonst waren, für mich bedeutete dieser Start doch so viel mehr. Ich habe es geschafft oder besser noch: Wir haben es geschafft. Nach all diesen Verletzungen und dem erneuten Rückschlag im vergangenen Dezember im Starthaus zu stehen, war für mich ein wundervolles Gefühl und keineswegs selbstverständlich. 

Blicken wir einige Monate auf Deine Rehabilitation zurück. Wie weit und beschwerlich war dieser Weg bis Sölden?

Ich weiss, dieses Rennen ist nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zurück zur alten Stärke. Und doch bedeutete es für mich viel mehr. Es ist der Lohn für viel Hartnäckigkeit, Willen und Ausdauer im Kraftraum. Und es ist der Lohn für diejenigen Menschen, die viel Vertrauen in mich und mein Können hatten und so viel investiert haben, um mich zurück an den Start zu bringen. Es begann mit der Operation in der Hirslanden Klinik Birshof. Der behandelnde Arzt, Patrick Meyer, und sein Team von der Orthoklinik Dornach haben mich dabei optimal unterstützt und alles getan, damit ich möglichst bald wieder Rennen fahren konnte. Athletiktrainer Thomas Bernhard hat mich in den ersten Monaten der Rehabilitationsphase immer wieder neu motiviert und auf meinem Weg bestärkt. In der Physiotherapie konnte ich auf die Dienste von Mauro Bove und Mägi Schaller zählen, die mich in den vergangenen Monaten sehr eng begleitet haben. Meine Eltern und Familie, mein Freund, mein Management, meine Ausrüster und Sponsoren sowie die Verantwortlichen von Swiss Ski, alle haben in den letzten Monaten dazu beigetragen, dass dieses Comeback möglich war, entsprechend dankbar bin ich Ihnen allen. 

Mit dem Rückenzentrum, Deinem Hauptsponsor, hast Du Deinen Vertrag verlängert, auch die Partnerschaft mit der Skifirma Stöckli wird weitergeführt, mit Vita Bad kam ein neuer Sponsor während der Rehabilitationsphase hinzu. Was hat dies für Dich als Sportlerin bedeutet?

Jeder, der selbst einmal in einer solchen Lage war, in der die berufliche Existenz aus gesundheitlichen Gründen auf dem Spiel steht, die geprägt ist von Zweifeln und Unsicherheit, weiss, wie wichtig solche Vertrauensbeweise sind und wie positiv sich diese auf den Heilungsprozess auswirken. Ich bin meinem Hauptsponsor, dem Rückenzentrum, überaus dankbar. Es zeigt einfach auch die menschliche Qualität der Verantwortlichen dieser Klinik. Mein Ausrüster Stöckli und ich gehen seit über 15 Jahren gemeinsam diesen Weg. Ich freue mich, dass diese Partnerschaft auch in Zukunft weiter Bestand hat. Auch der Vita Bad AG und deren Inhaber Ueli Achermann und Gaby Hecht-Achermann, fühle ich mich überaus verbunden. Umso mehr hat es mich gefreut, dass das Vita Bad-Team auch in Sölden anwesend war und mich an der Piste angefeuert hat. 

Wie sieht Dein Programm nun weiter aus?

Jetzt gibt es einige Tage Erholung und dann geht die Arbeit weiter. 

 

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Michael Schiendorfer
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